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| Zukunft 25 |
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Struktur und Aufbau der Stiftung |
Aufbau und Organisation
Die vorläufige Satzung
sieht die Gründung der Stiftung Zukunft 25 als
gemeinnützige Stiftung deutschen Rechtes vor.
Im Folgenden präsentiere ich eine Analyse ihrer
Struktur, welche noch in Entwicklung ist. Jedermann mit
echtem und ernsthaften Interesse ist willkommen, an
der Weiterentwicklung des Konzeptes mitzuwirken!
Die Stiftung Zukunft 25 hat fünf wichtige Organe, welche in der
Illustration
dargestellt werden:
- Die Versammlung ("General Assembly", auf Englisch).
Sie besteht aus allen Stiftern und engagierten
Zustiftern und ist das hauptsächliche
demokratische Legimitationsorgan. Sie wählt
die Mehrheit der Vorstandsmitglieder und eine
Minderheit der Mitglieder des Kuratoriums.
- Das Kuratorium ("Board of Trustees", auf Englisch).
Als Kontrollorgan prüft das Kuratorium die
Erfüllung der Satzung durch den Vorstand, mischt
sich jedoch nicht in das tägliche Management
der Stiftung ein. Um seine Unabhängigkeit
zu garantieren hat das Kuratorium die Möglichkeit
der Selbstwahl seiner Mitglieder.
- Der Vorstand ("Board of Directors", auf Englisch).
Als Exekutivorgan hat der Vortand die volle Kontrolle
des Managements und wird in seinen Tätigkeiten nur
vom Kuratorium kontrolliert.
- Der Präsident.
Er/Sie repräsentiert die Stiftung nach Aussen.
Der Präsident hat das Recht in "Notfällen"
den Vorstand aufzulösen und Neuwahlen anzuberaumen
sowie Änderungen der Satzung durch sein/ihr Veto zu
verzögern. Einmal pro Jahr legt der Präsident
dem Kuratorium einen Bericht zur Lage der Stiftung vor.
- Der Rat ("Re-appraisal council", auf Englisch).
Der Rat ist ein temporäres Gremium, welches auf Anregung
der anderen Organe eingesetzt werden kann. Er hat die Aufgabe,
Vorgänge und Entscheidungen, welche mindestens drei Jahre zurückliegen,
zu untersuchen und neu zu bewerten. Hierbei gilt der Leitgedanke:
"Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen". Der Rat ist
nicht weisungsgebunden.
| Die Idee eines Rates
für Neubewertungen geht auf Dr. Mayer Hillman
zurück.
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Bestimmung der Amtsträger
Alle Amtszeiten betragen fünf Jahre, mit einmaliger/zweimaliger
möglicher Wiederwahl für Zustifter bzw Stifter.
Die Wählbarkeit zum Mitglied einer der Organe der
Stiftung ist wie folgt geregelt:
- Die Versammlung.
Jeder Bürger der Welt kann Mitglied der Versammlung werden,
jedoch nur für Perioden von minimal zehn
Jahren, so dass vorzugsweise nur Persönlichkeiten mit einem
etwas längeren Zeithorizont sich entscheiden,
Zustifter zu werden. Um sicherzustellen, dass
die Mitglieder der Versammlung ein echtes und
ernsthaftes Interesse an der Verwirklichung der Ziele
der Stiftung Zukunft 25 haben, wird das Kuratorium
einen nicht zu kleinen Mindestbetrag für die
erforderliche Zuspende festlegen, welcher jedoch in seiner
Höhe auch nicht die weltweite Expansion der
Stiftung behindern soll. Hierzu ist ein Kompromiss nötig.
- Das Kuratorium.
Das Kuratorium kann selber bis zu 7 Persönlichkeiten
des öffentlichen Lebens und bis zu 13 Mitglieder
der Versammlung kooptieren. Letztere würden im
Allgemeinen Zustifter mit besonderen Verdiensten für
die Stiftung sein. Die Versammlung kann zudem
bis zu 13 Stifter oder Zustifer, welche der Versammlung
seit mindestens zehn Jahren angehören, in das
Kuratorium wählen. Damit soll erreicht werden, dass
das Kuratorium mit der Versammlung in Kontakt bleibt
ohne jedoch die grundsätzlich gegebene Möglichkeit
der Selbstwahl in Frage zu stellen.
- Der Vorstand.
4-8 der Vorstandsmitglieder werden
von der Versammlung gewählt. Die Stifter oder Zustifter,
welche ein substantielles zeitliches Engagement
(vier Jahre) gezeigt haben, sind wählbar.
Das Kuratorium kann weitere 1-4 Vorstandsmitglieder,
z.B. besonders wichtige Zustifter, bestimmen
und damit einen gewissen Einfluss auf das Management ausüben.
Bis zu 4 weitere Vorstandsmitglieder werden durch
ein Losverfahren aus den Mitgliedern der Versammlung
bestimmt.
- Der Präsident.
Er/Sie wird durch die Versammlung gewählt, doch
das Kuratorium hat das exklusive Vorschlagsrecht.
Geeignete Kandidaten sind Mitglieder der Versammlung
mit besonderen Verdiensten um die Stiftung.
- Der Rat.
Der Rat wird durch ein Losverfahren aus den Mitgliedern
der Versammlung bestimmt. Damit soll vermieden werden, dass
eventuelle ideologische oder politische Auseinandersetzungen
in den Rat hineingetragen werden. Der Rat kann einen
Vermittler für seine Sitzungen bestellen. Ein einmal
zusammengesetzter Rat tagt in vertraulichen Sitzungen
nur während einer einzigen Tagungsperiode von 2-4 Tagen,
bei persönlicher Anwesenheit seiner Mitglieder.
Mit der Veröffentlichung seines Berichtes gilt der Rat
als aufgelöst.
Wahlverfahren
Weltweit üblich sind heutzutage Wahlverfahren nach dem einfachen
Mehrheitsprinzip. Aus der Theorie der Wahlverfahren weiß man jedoch
schon seit langem, dass das einfache Mehrheitsverfahren insbesondere
bei der Bestimmung von wenigen Siegern aus einer größeren Anzahl von
Kandidaten nicht optimal ist. Z.B. in dem Sinne, dass es beim
Mehrheitsverfahren für einen Wähler vorteilhaft sein kann, nicht
ehrlich zu wählen, also nicht seinem Lieblingskandidaten die Stimme
zu geben, sondern einem anderen, aussichtsreicheren Kandidaten.
Alle Wahlvorgänge in der Stiftung Zukunft 25 werden daher entweder
mit dem "Condorcet-Verfahren" oder mit einer
"Wahl durch Zustimmung" durchgeführt werden. Beide Verfahren
lösen die Probleme der herkömmlichen Mehrheitswahl z.T.
auf.
In den westlichen Demokratien setzt man im allgemeinen "demokratisches
Entscheidungsverfahren" mit "Entscheidung durch Wahlen" gleich. Das
ist jedoch nicht zutreffend. Demokratie bedeutet nur, dass die Allgemeinheit
entscheidet. Optimal wäre es, wenn alle Bürger eines Landes oder
alle Mitglieder einer Organisation direkt an den Entscheidungen
mitwirken könnten. Wenn dies jedoch nicht möglich ist, z.B. aus
organisatorischen Gründen, dann müssen Entscheidungsträger ausgesucht
werden.
Ein faires Verfahren, Entscheidungsträger zu bestimmen, ist das
Losverfahren, da dann ein jeder exakt die gleiche Chance hat, ein
Entscheidungsträger zu werden. Nur wenn man der Meinung ist, dass
nicht alle Mitglieder gleich gut geeignet sind, die
Geschicke der Gemeinschaft zu leiten,
nur dann wäre die Bestimmung der Entscheidungsträger durch
Wahlen eine bessere Lösung, sofern man zudem davon ausgeht, dass
Wahlen ein geeignetes Mittel sind, um die fähigsten Köpfe zu finden.
Da die Bestimmung des Vorstandes, als einziges Exekutivorgan
der Stiftung Zukunft 25, von großer Bedeutung ist, wird der
Vorstand durch ein gemischtes Verfahren bestimmt.
Die Zufallskomponente erschwert das Entstehen von Machtpolitik
und gibt jedem Mitglied der Versammlung
die Chance, ein Mitglied des Vorstandes zu werden, ohne sich durch
eventuelle informelle Hierarchien emporarbeiten zu müssen.
Mitwirkung und Meinungsbildung
Der Prozess der Meinungsbildung ist essentiell
für eine funktionierende Vereinigung mit vielen
Mitgliedern. Normalerweise wird er durch informelle Begegnungen
und formelle Versammlungen des Vereins bzw. der Organisation
erreicht. Die Stiftung Zukunft 25 wird dagegen weltweit
aktiv sein und die erfolgreiche Integration von neuen Zustiftern,
welche in der Regel den anderen Versammlungsmitgliedern
anfänglich unbekannt sein werden,
in das Leben der Stiftung stellt einen wichtigen Eckpunkt
für den angestrebten Wachstumsprozess dar.
Es ist daher eine Herausforderung, den Mitgliedern
der Versammlung strukturierte Kommunikations-Möglichkeiten
via Internet zur Verfügung zu stellen und
somit das individuelle Engagement zu fördern.
Möglichkeiten der Mitwirkung
Inhalt und formelle Struktur der Mitwirkung sind
miteinander korreliert. Für das Management der Stiftung
sind Sitzungen mit aktiver Präsenz notwendig,
entweder mit persönlicher Präsenz oder
als Video-Konferenzen. Die Versammlung ist dagegen
geographisch sehr verteilt und traditionelle,
vereinsartige Treffen wird es nur alle
paar Jahre einmal geben, mit öffentlichem
und informativem Charakter. Die Mitglieder werden
daher die folgenden Aufgabenstellungen via
Internet-Kommunikation zu behandeln haben:
- Wahlen
Internet-Wahlverfahren setzen sich mehr und mehr
bein internationalen Organisationen durch.
Die
Amerikanisch
Physikalische Gesellschaft verwendet sehr
erfolgreich ein Internet-basiertes Wahlverfahren.
Jedem Kandidaten
wird ein strukturierte Platz zur Selbstdarstellung
zur Verfügung gestellt.
Ein noch offenes Problem in diesem Kontext sind die
Auswahlkriterien für die Kandidaten. Hierfür
gibt es verschiedene Verfahren. Die Möglichkeit der
selbst-Nominierung ist dabei wohl die
demokratischste Variante, wie wir weiter
unten noch ausführlicher
erläutern werden.
- Entscheidungen
Die Satzung
der Stiftung Zukunft 25 kennt die Möglichkeit,
dass der Vorstand fakultativ der Versammlung wichtige
Entscheidungen zur Abstimmung vorlegen kann. Die Versammlung
selber hat keine autonomen Entscheidungs-Befugnisse.
Die Vorlagen des Vorstandes benötigen der Bewilligung
des Kuratoriums, der ja den Vorstand zu kontrollieren hat.
- Vorschläge
Eine wichtige Aufgabe der Versammlung wird die
Auswahl von Projektvorschlägen sein.
Diese Vorschläge, wie also das Geld der
Stiftung konkret verwendet werden soll, werden dann
dem Vorstand unterbreitet. Dieser hat dann
die Pflicht, die Vorschläge zu prüfen
und eventuell umzusetzen, die Vorschläge sind jedoch
für den Vorstand nicht bindend. Die Möglichkeit
(und die Pflicht), Projektvorschläge zu
formulieren könnte, mit der Zeit und mit wachsendem
Stiftungsvermögen, eine wichtige Motivationsquelle
für potentielle Zustifter darstellen, Mitglied
zu werden.
Die Versammlung der Stiftung Zukunft 25 wird die
Wahlen zum Vorstand und zum Kuratorium elektronisch
gestalten sowie auch die Abstimmungen und die Auswahl der
Projektvorschläge.
Strukturierte Meinungsbildung via Internet
Eine Stiftung hat eine finanzielle Basis,
das Stiftungsvermögen und das Humankapital
seiner Mitglieder. Sie sind es, welche mit neuen
Ideen für Projekte und persönlichem Engagement zur
weiteren Entwicklung beitragen: Aktive Mitglieder
sind die beste Werbung für eine Organisation.
Die HomePage der Stiftung Zukunft 25 muss daher einige
essentielle Strukturen bereithalten, welche den Prozess
der Meinungsbildung innerhalb der Stiftung unterstützen,
und somit auch das individuelle Engagement seiner
weltweit verteilten Mitglieder.
Internet-basierte Meinungsbildung
Wir möchten nun in einigen Details ein potentielles
Werkzeug für die strukturierte Meinungsbildung
erläutern. Mit kleinen Abänderungen wäre
es für die folgenden Aufgaben einsetzbar:
- Auswahl und Darstellung der Kandidaten bei Wahlen.
- Auswahl und Darstellung von Projekten.
- Bildung von Interessensgruppen innerhalb der Stiftung.
Wir werden die Funktionsweise nun am Beispiel der
Auswahl von Projekten darstellen. Dieses Internet-Werkzeug
würde eingesetzt, wenn es darum geht Projektvorschläge
zu sammeln und eine Vorauswahl für eine kurze Liste zu
treffen. Diese kurze Liste würde dann dem Vorstand
unterbreitet werden.
Jedes Mitglied der Versammlung hätte die Möglichkeit
eine WebSeite auf der HomePage der Stiftung zu generieren
(Passwort begrenzt). Diese WebSeite wäre vorformatiert
(standardisiert) und würde Platz für die folgenden
Punkte vorsehen:
- Information zum Mitglied.
- Titel und Typus (Kategorie) des Projekts.
- Kurze Beschreibung des Projekts (einige Zeilen).
- Eine Abschätzung der benötigten Kosten
und der Zeitskala für die Realisierung.
- Eine längere Beschreibung des Projekts (einige
Abschnitte) mit externen Verweisen.
- Klare Beurteilungskriterien: Wann wäre das Projekt ein
Erfolg, wann ein Misserfolg!
- Einen Abschnitt mit möglichen Kommentaren der
Unterstützung oder der Ablehnung durch andere Mitglieder.
Als solches wäre dieses Werkzeug noch nicht sehr nützlich.
Es würde zu einer unkontrollierten Muliplikation
von Projektvorschlägen führen, sein Nutzen
für die strukturierte Meinungsbildung wäre
beschränkt. Die Vorauslese, welche schlussendlich
erst die strukturierte Meinungsbildung definiert,
wird durch eine zusätzliche Regel zum letzten
Punkt in Gang gesetzt:
- Ein Kommentar der Unterstützung/Ablehnung kann nur
durch ein anderes Mitglied, und Passwort beschränkt,
zu einem Projektvorschlag hinzugefügt werden.
- Ein solcher Kommentar ist standardisiert und hat drei
Wertungen: Positiv, neutral und ablehnend,
- zusammen mit einer kurzen Begründung.
Die Regel lautet dann:
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Ein Vorschlag, welcher innerhalb eines gewissen Zeitraumes
(typischerweise ein halbes Jahr) nicht genügend
positive Kommentare erhält, wird automatisch
von der HomePage der Stiftung entfernt.
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Informations-Austausch via Internet
Das eben beschriebene Werkzeug zur Meinungsbildung
ist natürlich für einen vollständigen
Informationsaustausch nicht ausreichend. Die einzelnen
Vorschläge müssen noch in suchbare Listen
zusammengefasst werden und Platz für Werbung
für neue Projektvorschläge muss vorhanden sein.
Wenn ein Vorschlag erst einmal vorselektiert ist,
dann werden die Unterstützer des Projekts
aufgefordert werden, eine kleine lokale Arbeitsgruppe zu
bilden, um das Vor-Projekt vertieft auszuarbeiten, seine
Realisierbarkeit etc. Die Arbeitsgruppe hat also die
Aufgabe, den Projektvorschlag für die endgültige
Abstimmung der Versammlung vorzubereiten.
Via Internet-voting entscheidet die Versammlung dann zwischen
den verschiedenen, derart vorselektierten und vorbereiteten
Vorschlägen und stellt aus ihnen eine kurze Liste
zusammen, welche dann dem Vorstand weitergeleitet wird.
Resultat-Orientierte Diskussionsforen
Die strukturierte Meinungsbildung, wie wir sie weiter
oben beschrieben
haben, muss durch einen weniger formellen Prozess
ergänzt werden, welcher die Entwicklung neuer Ideen
sowie die Diskussion von Problemfeldern innerhalb der
Stiftung ermöglicht. Ein geeignetes Format hierzu
wären die
"Resultat-oriententierten Diskussionsforen",
welche wie folgt funktionieren könnten:
Jedem Mitglied der Versammlung stände es offen,
ein Diskussionsforum (Internet-chat-Raum) zu einem
beliebigen Thema von Relevanz für die Stiftung
zu starten. Das Diskussionforum hätte eine endliche
Lebensdauer. Wenn die Anzahl der Beiträge eine
festgelegte Maximalanzahl (z.B. einhundert) überschreitet
oder wenn es während eines gewissen Zeitraumes nicht
zu weiteren Beiträgen kommt, dann würde das Forum
automatisch beendet werden. An diesem Punkt wird das
geschlossene Diskussionsforum gewertet, mit zwei Möglichkeiten:
- Das geschlossene Diskussionsforum wird als irrelevant
eingestuft: Nur wenige Beiträge von nur
einer begrenzten Anzahl verschiedener Mitglieder.
- Das Forum reflektiert wichtige Meinungen oder diskutiert
wichtige Probleme: Es erhielt eine substantielle Anzahl
von Beiträgen von einer Vielzahl von verschiedenen
Mitgliedern.
Im ersteren Fall würde nichts weiter passieren, im
zweiten Fall hätten die drei aktivsten Teilnehmer
des Forums das Recht, und die Pflicht, ein Resümee
zu verfassen. Diese Zusammenfassung würde dann
in der Stiftungszeitung veröffentlicht und würde
folgende Informationen enthalten:
- Das Thema des Dikussionsforums.
- Den Namen des Initiators.
- Die Gesamtanzahl der Beiträge und der Beitragenden.
- Die Namen aller Teilnehmer zusammen mit der jeweiligen
Anzahl von Beiträgen.
- Eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, der
Pro und Kontra, sowie der möglichen Ergebnisse.
Die Veröffentlichung des Resümees
in der Stiftungszeitung würde einen Anreiz darstellen,
sich in den Diskussionsforen um Sachlichkeit zu
bemühen und zu positiven Resultaten zu kommen.
Die Zusammenfassungen von Diskussionsforen hoher
Qualität werden im Allgemeinen die Aufmerksamkeit
der anderen Mitglieder der Versammlung wecken und
zu echten Änderungen und Fortschritt führen.
Vor der Veröffentlichung der Zusammenfassung würde allen
Mitgliedern des geschlossenen Diskussionsforums die
Möglichkeit gegeben, dieses Resümee zu bewerten. Diese Bewertung,
dass heisst die Anzahl der Teilnehmer welche glauben, dass die
Zusammenfassung den Inhalt der Diskssionen richtig wiedergibt,
würde dann zusammen mit dem Resümee veröffentlicht.
Abstimmungen und Meinungsbildung
Wahlen haben über die eigentliche Aufgabe, der Entscheidungsfindung
oder der Bestimmung von Amtsträgern, auch eine wichtige Aufgabe
im Prozess der Meinungsbildung innerhalb einer Organisation.
Es ist daher wichtig eine Abstimmung im Vorfeld, wie auch in
der Nachauswertung, so zu gestalten dass eventuelle positive
Sekundärimpulse für die Stiftungs-interne Meinungsbildung nicht
verloren gehen. Insbesondere bei Wahlen via Internet ergeben sich
geeignete Gestaltungsmöglichkeiten. Wir wollen dieses anhand eines
konkreten Vorschlages illustrieren:
Auf seiner Wahlseite (WebSeite) würde ein Wähler zusätzlich zur eigentlichen
Abstimmungsvorlage noch die folgenden Informationen und
Wahlmöglichkeiten vorfinden:
- Die Möglichkeit seine Stimmabgabe geheim, privat oder
öffentlich zu machen. `Privat' würde hierbei bedeuten, dass nur
andere Wahlberechtigte Einsicht hätten.
- Die Möglichkeit einen `privaten' (nur für die Wahlbeobachter
einsichtig) oder einen öffentlichen Kommentar zu diesem
Wahlvorgang und/oder zu der Abstimmungsvorlage zu geben.
- Die Möglichkeit sich als Wahlbeobachter zur Verfügung zu
stellen.
Wahlbeobachter
Nach erfolgter Abstimmung würden 3-5 Wahlbeobachter
zufällig aus allen Freiwilligen, siehe oben, ausgelost.
Die Wahlbeobachter hätten die Aufgabe einen kurzen Bericht
zu verfassen, welcher auf der HomePage, bzw. in der
Stiftungszeitung veröffentlicht würde. Neben den üblichen
Statistiken zur Wahl würden die Beobachter insbesondere
die abgegebenen Kommentare auswerten und zusammenfassen.
In dem möglichst unparteiischen Wahlbericht könnte daher
berichtet werden, ob Mitglieder mit der Formulierung
der Abstimmungsvorlage nicht einverstanden waren, bzw.
mit der Auswahl der Kandidaten, mit dem Zeitpunkt
oder der Art der Vorbereitung, etc. Also alle die
Sekundärinformationen welche über die blosse
Stimmabgabe hinausgehen. Damit soll der Wahlbericht
einen Beitrag zur Stiftungsinternen Kommunikation
liefern.
Die Auswahl per Losverfahren von kleinen Handlungsgruppen mit
thematisch und zeitlich fest umgrenzten Aufgabenstellungen,
wie die eben beschriebene Gruppe von Wahlbeobachter,
soll die interne Netzwerkbildung fördern.
Personen die sich vorher noch nicht so gut kannten,
hätten einen Rahmen sich persönlich kennen zu lernen.
Beschaffenheit der Projekte
Programme versus groß angelegte Projekte
Die meisten Stiftungen verwenden die jährlich
anfallenden Erträge auf sehr
ähnliche Weise für Projekte. Beliebt sind
z.B. Programme für gewisse Spezialstipendien
oder die Stiftung von Preisen für den/die
"Besten von etwas", etc. Langjährige Programme
minimieren den Verwaltungsaufwand für eine
Stiftung, sind jedoch für die Stiftung
Zukunft 25 ungeeignet. Aus zwei Gründen:
- Ein jährlich wiederkehrendes Programm wird im
Allgemeinen in den öffentlichen Medien nur eine
geringe Resonanz erhalten und zudem keinen
speziellen Anreiz für potentielle Zustifter
bieten, zu spenden. Spenden größeren Umfanges
werden vorwiegend dann erteilt, wenn sie zur
Realisierung neuer Vorhaben beitragen.
- Falls der grössere Teil der finanziellen Mittel
vom Vorstand für dauerhafte Programme
verwendet wird, dann würde ein wichtiger
Grund, der Stiftung als Zustifter beizutreten, verfallen:
Die Möglichkeit, Einfluss auf die Auswahl der
Projekte zu nehmen.
Wie man es dreht und wendet, langfristige Programme
führen zu einem gewissen Grad an Stagnation,
welche jedoch mit den zentralen Prinzipien der Stiftung
Zukunft 25 unvereinbar ist. Sie wird daher die freien
finanziellen Ressourcen im Jahr auf eine Hand voll von
Vorhaben konzentrieren, welche mit der Zeit, proportional
zur Steigerung des Stiftungsvermögens, immer
umfangreicher werden sollten. Dabei ist es natürlich
nicht ausgeschlossen, dass sich einzelne Projekte über
mehrere Jahre erstrecken.
Darlegung des Zieles
Die Ziele der Stiftung,
der Stiftungszweck, werden
in der Satzung
relativ offen formuliert. Hierfür gibt es
zwei Gründe:
- Wir erwarten, dass die Stiftung Zukunft 25 auch in
mehreren Jahrhunderten noch aktiv sein wird,
ohne dass es uns möglich wäre, die
Natur der dann relevanten Probleme mit Bestimmtheit
vorherzusehen.
- Eine zu streng spezifizierte Formulierung des
Stiftungszweckes würde ihr Wachstumspotential
beschränken.
Auf der anderen Seite ist es sicherlich so, dass der
großzügig formulierte Stiftungszweck
von potentiellen Wohltätern der Stiftung auch als
negativer Aspekt betrachtet werden könnte, zumindest
anfänglich, in Analogie zum Problem des
langsamen Starts.
Am Ende werden es Charisma und Enthusiasmus der
Mitglieder der Stiftung sein, welche in diesem
Punkte die Entscheidung herbeiführen könnten.
Es ist auch klar, dass die Projekte am Anfang
bescheiden im Umfang sein werden, ihre Bedeutung jedoch
mit der Zeit und mit dem stetig wachsenden Stiftungsvermögen
größer werden wird.
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