Stiftung Zukunft 25
-- Konzept --
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MOTIVATION |
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Eine Plattform für langfristiges Denken
und Handeln. |
Die Zukunft kommt ganz von allein, da muss man nichts machen -
ein geflügeltes Wort. Viele unter uns würden dagegen jedoch
einwenden: Wir sollten etwas unternehmen, damit diese Zukunft
auch lebenswert wird. Lebenswert für uns und für unsere Nachkommen.
Um dieses zu erreichen müssen wir versuchen unsere Zukunft
zu gestalten. Daher wollen wir eine Plattform für langfristiges
Denken und Handeln etablieren. Es ist wichtig über unsere Zukunft
nachzudenken und neue Visionen zu entwickeln. Gemeinsam und mit
Hilfe der modernen Kommunikationsmittel.
Doch diskutieren allein genügt nicht. Es ist wichtig die
Ergebnisse dann auch Handelnd zu verwirklichen. Dazu sind
finanzielle Mittel notwendig. Anfänglich eher im bescheidenen
Umfang, letztendlich jedoch im grossem Umfang.
Wie dieses alles unter einen Hut zu bringen ist, wie wir
dieses Ziel gemeinsam verwirklichen koennen, dieses erläutern
wir nun.
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ZUKUNFT |
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Ist es möglich, Entwicklungen in der
fernen Zukunft zu gestalten? |
Wenn wir uns entschieden haben aktiv zu werden, dann müssen wir
uns als erstes fragen, ob wir --als Individuen oder als eine kleine
Gruppe-- Entwicklungen beeinflussen können,
welche erst in der fernen Zukunft der Menschheit zum tragen kommen
werden --sagen wir in 100-300 Jahren von heute aus--.
Normalerweise würden wir zur Schlussfolgerung gelangen:
Natürlich nicht!
Gründe hierfür würden uns mit Leichtigkeit einfallen:
- Es ist sehr schwer die Entwicklungen zu prognostizieren,
denn die ferne Zukunft laesst sich nicht vorhersehen.
- Selbst wenn wir in der Lage wären, den Gang der Dinge
in groben Zügen vorherzusehen, so wäre es unmöglich
- die notwendigen Mittel (Leute, Einfluss, Geld)
zusammen zu bringen, um Einfluss auf zukünftige
Ereignisse zu nehmen und
- diese Mittel über viele Jahre hinweg in
die Zukunft zu projizieren.
Es hört sich vielleicht utopisch an
--in dem wahren Sinne des Wortes--, aber es gibt
einen gangbaren Weg: Es gibt Handlungen welche wir heute
unternehmen können und die möglicherweise
in der fernen Zukunft vielleicht wichtige Aspekte der Entwicklung
des Menschens beeinflussen könnten.
Hier die beiden grundlegenden Konzepte:
| 1. |
KONZEPT |
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Einfluss durch langfristiges Wachstum |
Langfristiges Wachstum der finanziellen sowie auch der menschlichen
Ressourcen einer geeignet organisierten Stiftung können sich gegenseitig
positiv beeinflussen und verstärken. Ein Wachstum über lange Zeiträume wird
schlussendlich zu massiver Größe und Einfluss führen. Als
Individuen, wie wir heute leben,
können wir Einfluss über zukünftige
Ereignisse gewinnen, indem wir bei der
Gründung dieser Stiftung mitwirken,
die Stiftung also auf ihren Wachstumspfad setzen und ihre Ziele formulieren.
Wir wissen, dass eine anfängliche finanzielle
Ausstattung langfristig substanziell wachsen wird und
werden dies weiter unten
genauer diskutieren. Mit einem guten Grade an
Vorhersagbarkeit können wir also langfristigen
Einfluss durch Einsatz der massiven finanziellen
Möglichkeiten erreichen, wenn wir --dann und nur dann--
eine soziale und rechtliche Struktur erschaffen
können, welche langfristige Stabilität und
die Umsetzung der Wachstumsstrategie garantiert.
Die Strategie lautet also: Den größeren Teil
der Erträge aus der Investition
des Stiftungsvermögens
reinvestieren und den Rest für die aktuellen
Projekte verwenden. Diese Strategie sieht sich
einer Reihe von Fragen und Hindernissen gegenüber:
- Wie steht es mit der langfristigen wirtschaftlichen
und politischen Stabilität?
- Wie groß ist langfristig der mittlere zu
erwartende Ertrag?
- Wie lässt sich die Stabilität der
Stiftung, welche die Vermögenswerte
verwaltet, garantieren?
- Wie lässt sich der Gebrauch der Erträge
in der fernen Zukunft steuern?
Die erste dieser Fragestellungen entzieht sich unserer Kontrolle.
Wir können jedoch bemerken, dass einige Länder
wie die Vereinigten Staaten, und zu einem unterschiedlichen
Grade auch die europäischen Staaten, während der
letzten zweihundert Jahre eine relativ
stabile Periode hatten und ein Ende dieser Periode
derzeit nicht absehbar ist.
Eine Periode von zehn oder zwanzig Jahren mit politischen
Unruhen und wirtschaftlicher Unsicherheit ist
für den langfristigen Investor nur eine
kleine Welle im Fluss der Geschichte,
solange die Substanz der Werte im wesentlichen
erhalten bleibt.
Wir werden die Höhe der möglichen langfristigen
mittleren Erträge nach Abzug der Inflation
(d.h. den Zuwachs an Kaufkraft) weiter
unten diskutieren.
Wir bemerken an dieser Stelle, um ein Beispiel
von Interesse zu besprechen, dass die
Rockefeller Stiftung seit ihrer
Gründung 1930 einen langfristigen mittleren
Ertrag von 8.5% erwirtschaftet hat. Bei einer
mittleren Inflationsrate von seither 3% entspricht
dies einem realen Zuwachs von 5.5% pro Jahr. Dieses
ist auch die Quote, welche jährlich von der
Rockefeller Stiftung für Projekte ausgegeben wurde,
so dass ihr Stiftungsvermögen über die
Jahre hinweg nicht an Kaufkraft verloren hat, jedoch
inflationsbereinigt auch nicht gewachsen ist.
| 2. |
KONZEPT |
|
Stabilität durch demokratische Mitwirkung.
|
Die Idee ist: Eine durch und durch demokratisch
organisierte gemeinnützige
Stiftung kontrolliert das
Stiftungsvermögen. Damit werden zwei
Dinge erreicht:
- Die langfristige Stabilität wird erreicht bei
einer genügend großen Basis an Mitgliedern
durch eine pflichtbewusste Führung.
- Die mit der Zeit wachsende finanzielle Ausstattung
wird mit der Zeit zur einer Vergrösserung der
Basis an Mitgliedern führen und damit auch
zu einem wachsenden sozialen und intellektuellen
Einfluss.
Das Konzept einer demokratischen Kontrolle ist den allermeisten
heute exsistierenden Stiftungen fremd. Diese werden in der
Regel durch selbst-wählende Organe geleitet: Von einem
Führungsorgan, i.A. der Vorstand
("the board of directors" in Englisch) und einem
Kontrollorgan, i.A. das Kuratorium
("the board of trustees" in Englisch). Die Möglichkeit
zur Selbstwahl erlaubt den ursprünglichen
Stiftern ("the founder" in Englisch) die Kontrolle
über ihre Stiftung zur behalten. Ohne diese
Möglichkeit zur direkten Einflussnahme
würden viele potentielle Stifter sich scheuen,
ihr Vermögen einer gemeinnützigen Sache
zur Verfügung zu stellen.
Wir haben eine
Struktur
sowie die dazugehörige
Satzung entwickelt,
welche es den Zustiftern erlaubt, eine Stiftung
deutschen Rechtes zu leiten. Deutsches Recht
unterscheidet zwischen Spenden, welche für die
Realisierung von Projekten gedacht sind, und
Zuspenden, welche dem Stiftungsvermögen
zugeführt werden. Zustifter, wie wir sie
in der von uns entwickelten
Satzung
definieren, sind dabei Personen, deren
Zustiftung, in der Zeit nach der Gründung der Stiftung,
einen gewissen Mindestbetrag ausmacht.
Bei einer vernünftigen Festlegung dieser
Mindestgrenze hätte jeder ernsthaft
Interessierte die Möglichkeit ein Zustifter
zu werden, und die Stiftung würde potentiell
eine große demokratische Basis gewinnen.
Als Plattform für langfristiges Denken und Handeln
sind die Mitglieder für die Zukunft 25 aus drei Gründen
wichtig:
- Sie stellen die demokratische Kontrolle
sicher sowie die Stabilität über lange
Zeiträume hinweg, wie weiter
oben erklärt.
- Sie sind an der Auswahl der Projekte beteiligt.
Alle interessierten Wohltäter können sicherstellen, dass
ihre Spenden bzw. ihre Zustiftungen wohl bedacht verwendet
werden.
- Durch das Einbringen ihrer Ideen und dem Engagement beim Werben
um neue Zustifter können zu einem selbst-tragenden
Wachstum beitragen, betrachten Sie hierzu bitte die
Illustration weiter unten.
Einige Anmerkungen zum letzten Punkt: Eine wachsende
Basis von Mitgliedern und finanzieller Ausstattung
könnten einen sich selbst verstärkenden Kreislauf bilden:
- Ein wachsendes Stiftungsvermögen wird
voraussichtlich einen größeren Kreis an
potentiellen Zustiftern ansprechen. Da mit der
Zeit mehr und größere Projekte
finanziert werden können, wird es auch eine
wachsende Anzahl an Personen geben welche
daran interessiert sind, bei der Auswahl
der Projekte mitzubestimmen, denn es gibt ja
immer mehr als eine gute Sache, die unterstützungswert
ist.
- Eine wachsende Basis an Mitgliedern wird in der Regel
auch zu einem erhöhten Zufluss an Zustiftungen
führen, aufgrund des gesteigerten persönlichen
Engagements der Mitglieder. Die mittlere Wachstumsrate des
Stiftungsvermögens würde damit vergrößert.
Es ist nicht möglich vorherzusagen, wann und ob sich
der weiter
oben diskutierte
Kreisprozess mit positiver Rückkopplung
schließen wird. Auf dieses Problem werden wir
weiter unten noch näher eingehen.
Es ist jedoch klar, dass die Struktur der Stiftung,
ihre spirituelle und emotionale Ausstrahlung dergestalt
sein muss, dass genügend Interessenten positiv
angesprochen werden. Dies ist eine höchst
nicht-triviale Aufgabe. Von der strukturellen Seite her
müssen wir Möglichkeiten zur aktiven
Mitarbeit in der Organisation und der Gestaltung
der Stiftung für eine weltweite
Mitgliedschaft sicherstellen sowie zur Ausbildung
von Interessen-Netzwerken zwischen den verstreuten
Mitgliedern.
- Die HomePage der Stiftung wird als zentrale
Plattform für die Kommunikation innerhalb
der Stiftung fungieren. Um die Wechselwirkung
zwischen den geographisch verstreuten Mitgliedern
zu erleichtern sind neue Konzepte notwendig:
- die strukturierte Meinungsbildung
via Internet und
- die Resultat-orientierten Diskussions-Foren
stellen wir an
anderer Stelle vor.
- Die regionalen und weltweiten Treffen der Mitglieder
würden beratenden und sozialen Charakter haben
und kein Treffen eventueller regionaler Delegierten
sein, welche unvereinbar mit den weiter
oben dargelegten
Überlegungen sind.
Die direkte demokratische Mitwirkung der Mitglieder
einer gemeinnützigen Stiftung, wie wir
sie hier vorstellen, sowie die Koordination
via elektronischer Kommunikations-Medien sind
ein neues Konzept und eine Herausforderung.
Um ein Beispiel zu geben: Der
deutsche Zweig
des WWF ist als gemeinnützige Stiftung deutschen
Rechtes organisiert. Alle seine Wohltäter werden vom
WWF als "Mitglieder" angesehen. Als eines der
250 000 "Mitglieder" des deutschen WWF hat man jedoch
nicht das Recht, die Mitglieder der Stiftungsorgane
zu wählen oder die Möglichkeit, sich an der
Auswahl der Projekte zu beteiligen.
Es gibt viele Fragestellungen bezüglich des Konzeptes
einer offenen, positiv wachsenden Stiftung. Eine zentrale ist
der möglicherweise langsame Start. Ein anfänglich
im Umfang begrenztes Stiftungsvermögen ließe nur
eine kleine Anzahl bescheidener Projekte zu, da
ja der Hauptteil der zu erwartenden Wertsteigerung des
Stiftungsvermögens reinvestiert wird. Damit
könnte die Attraktivität der Stiftung
für neue Zustifter zu klein sein, um den
Kreislauf mit positiver Rückkopplung,
wie wir ihn weiter
oben diskutiert haben,
zu schließen. Auf der anderen Seite macht
es jedoch immer Sinn, auch mittelfristig gesehen,
die Ressourcen zusammenzulegen
und wachsen zu lassen, wie wir weiter
unten besprechen, auch wenn
diese anfänglich klein sind.
| 2. |
PROBLEM |
|
Langfristige Kontrolle des Stiftungzwecks. |
Die Art und der Inhalt der demokratischen Beteiligung
hängt entscheidend vom Charakter und von den
Absichten der demokratischen Basis ab, im Falle der
Stiftung "Zukunft 25" von den Mitgliedern, den Zustiftern.
Wie können wir sicherstellen, dass die Zustifter
im Laufe der Zeit den ursprünglichen Zweck
der Stiftung, den Willen der eigentlichen Stifter,
nicht über Bord werfen werden, um die finanziellen Mittel
für ihre eigene Zwecke zu verwenden?
Dieses Problem verdient einer eingehenden Analyse.
Zurzeit sind fünf regulative Mechanismen vorgesehen,
um dieses zu verhindern, weitere Details werden in
der
strukturellen Analyse diskutiert:
- Es wird schwierig sein, diejenigen
Paragraphen der Satzung
der Stiftung abzuändern, welche den Stiftungswillen,
den Zweck der Stiftung festlegen.
- Ein unabhängiges Kontrollorgan, das
Kuratorium,
wird die Möglichkeit erhalten, die Mehrheit
seiner Mitglieder selber zu bestimmen. Mit einem
großen Grad an Autonomie kann das Kuratorium daher
die Umsetzung des Stifterwillens
durch den Vorstand überwachen.
- Wir erwarten, dass nur Personen mit ernsthaften
Absichten sich zeitlich und finanziell in dem
Umfang engagieren werden, welcher notwendig ist, um die
sorgfältig abgewägten
Aufnahmebedingungen
zu erfüllen, welche vom Kuratorium festgelegt werden.
- Eine strikte Begrenzung der
Amtszeiten
der Amtsträger wird es einzelnen Zustiftern
erschweren einen unproportional großen Einfluss
zu bekommen.
- Die direkte Wahl des Vorstandes durch alle Mitglieder,
und nicht indirekt durch Delegierte, erschwert die
Bildung innerer, quasi-selbständiger Kreise mit
eigenen Plänen.
| 3. |
PROBLEM |
|
Stabilität über lange Zeiträume. |
Jede menschliche Organisation wird im Laufe
ihrer Lebenspanne Krisen-Situationen erleben. Manche davon
entpuppen sich im Nachherein als Wendepunkte in der Entwicklung
der Organisation, andere dagegen können zur einer existentiellen
Bedrohung heranwachsen. Infolge solcher Krisen sind schon
viele Organisationen in die Bedeutungslosigkeit gesunken.
Fundamental können wir zwischen externen und internen Krisen
unterscheiden:
- Interne Krisen.
Für die Stiftung Zukunft 25 ist ein internes
Evaluations-Organ
vorhergesehen, um schädliche Entwicklungen frühzeitig
zu erkennen und zu verhindern. Dieser Prozess solch durch
eine umfassende Offenheit in der internen wie der externen
Informationspolitik unterstützt werden. Trotzdem werden sich
Perioden mit unterschiedlichen Graden an vereinsinterner
Aufruhr nicht vollkommen verhindern lassen. In solchen Zeiten
wird im Allgemeinen mit fallenden Mitgliederzahlen auch der
Fluss an Zuspenden versiegen, wie in der
Figur zur Dynamik weiter oben illustriert.
Die Stiftung Zukunft 25 wird Zeiten interner Krisen-Situationen
durch Konzentration auf das interne Wachstums,
also Wachstum durch die finanziellen Erträgnisse des
investierten Stiftungsvermögens, überstehen, da das interne
Wachstum unabhängig von der Anzahl der Zustifter ist.
- Externe Krisen.
Eine längere wirtschaftlich Depression kann die Kapitalerträgnisse
schmälern und somit auch das interne Wachstumspotential, wie
in der Figur weiter oben illustriert.
In solchen Situationen steht es der Stiftung Zukunft 25 offen
die jährlichen Ausgaben für Projekte stark zu reduzieren und
auf diese Weise wirtschaftliche Krisen unbeschadet zu überstehen.
Eine solche Strategie ist für Organisationen mit
langfristigen Zeithorizonten durchführbar, würde sich jedoch
schwierig gestalten wenn die Organisation vor allem etwas im hier und
jetzt bewirken möchte.
Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, muss die
die Stiftung "Zukunft 25" als gemeinnützig
anerkannt werden. Ansonsten würden die Steuern
auf den Erträgen aus dem Stiftungsvermögen
die Möglichkeiten einen langfristigen
Wachstumspfad einzuschlagen drastisch verringern,
Spenden und Zustiftungen wären steuerlich nicht absetzbar.
Es gibt jedoch verschiedene Aspekte der jeweiligen
nationalen Stiftungsgesetze, welche, bis zu einem
gewissen Grade, das Wachstums-Potential einer
gemeinnützigen Stiftung beschränken:
- USA
In den Vereinigten Staaten müssen
gemeinnützige Stiftungen
("non-profit foundation", in Englisch)
von Gesetzes wegen
pro Jahr mindestens 5%
des Marktwertes des Stiftungsvermögens
für Projekte ausgeben. Bei einer
mittleren langjährigen Inflationsrate
von 3% ist demnach eine Rendite von
8% notwendig, um zumindest die Kaufkraft
des Stiftungsvermögen zu erhalten.
- Deutschland
Das deutsche Stiftungsrecht
fordert eine strikte Trennung
von den laufenden Mitteln (Erträge und Spenden)
und dem Stiftungsvermögens, welches selber nicht
für Projekte verwendet werden darf. Höchstens
ein Drittel der jährlichen Erträge aus
der Investition des Stiftungsvermögens in
Kapitalanlagen können dem Stiftungsvermögen
wieder zugeführt werden, während die
freien finanziellen Mittel nach dem
Prinzip der zeitnahen Mittelverwendung verwendet
werden müssen. Eine mittlere Rendite von
9% ist nötig, um bei einer Inflationsrate
von 3% die Kaufkraft des Stiftungsvermögens
zu erhalten.
Das deutsche Stiftungsrecht unterscheidet zwischen
Spenden, welche dem Prinzip der zeitnahen
Mittelverwendung unterliegen, und Zustiftungen,
welche direkt dem Stiftungsvermögens
zugeführt werden.
Gemeinnützige Stiftungen
zahlen in Deutschland keinerlei Steuern, sowohl
Spenden wie Zustiftungen sind steuerlich absetzbar.
Auf den ersten Blick ist es weder nach
US-amerikanischem noch nach deutschem Recht möglich,
eine substanzielle Wachstumsrate über der Inflation
zu erzielen. Jedoch auch nur auf den ersten Blick,
denn nur die Kapitalerträge, wie Zinsen und Dividenden
von gemeinnützigen Stiftungen,
unterliegen dem Gebot der zeitnahen Mittelverwendung,
nicht jedoch die Gewinne durch Kurssteigerungen wie die von
Aktien. Einer Stiftung steht es vollkommen frei, auf welche
Weise sie ihr Stiftungsvermögen anlegt. Sie hat die
Möglichkeit, das Stiftungskapital z.B. in
Aktien anzulegen, bei welchen in der Regel der
größere Teil der Gesamtrendite durch
Kursgewinne erzielt wird.
Es ist daher möglich, wie weiter
oben diskutiert,
für eine gemeinnützige Stiftung deutschen
Rechtes eine Strategie langfristigen Wachstums
zu verfolgen. Zu beachten ist jedoch, dass
Wachstum als solches nicht als Stiftungszweck einer
gemeinnützige Stiftung gilt, da die Allgemeinheit
davon nicht direkt profitiert. Die Wachstumsstrategie
kann daher nicht direkt in der Satzung festgelegt werden,
sondern nur indirekt durch Vorgaben zur Anlagestrategie,
wie z.B. durch das Mandat zur vorrangigen Investition in Aktien.
Für die mittlere, langjährige Rentabilität von Geldanlagen in
Firmen mit großen Marktkapitalisierungen, deren
Wachstum im Mittel den Zustand der Volkswirtschaft widerspiegelt,
hat Warren Buffet eine einfache und robuste Regel
angegeben :
%(Wachstumsrate des BSP) + %(Dividendenrendite) + %(Inflationsrate)
|
Die Dividendenrendite amerikanischer Aktien
liegt im historischen
Durchschnitt bei etwa 3.6%,
auch wenn sie derzeit deutlich niedriger ausfällt.
Die Stiftung "Zukunft 25" würde jeweils
2/3 bzw. 1/3 der Dividendenrendite für
Projekte und Wachstum verwenden. Damit
würde sich das Stiftungsvermögen
im Durchschnitt um (1/3)*3.6%=1.2% pro Jahr
vergrößern, über der Inflationsrate
und zuzüglich der langjährigen
Wachstumsrate des Bruttosozialproduktes.
Die mittlere langjährige Wachstumsrate des BSP lässt sich für
zukünftige Zeiten natürlich nicht
vorhersagen. Nehmen wir die historische
Wachstumsrate von zirka 3%, gültig für
die amerikanische Wirtschaft, als Basis,
dann könnte das Stiftungsvermögen
inflationsbereinigt um 3%+1.2%=4.2% im Jahr wachsen.
über einen Zeitraum von einem Jahrhundert
würde diese Wachstumsrate das Stiftungsvermögen
um den Faktor e4.2=67 vergrößern.
Diese Abschätzung mag optimistisch erscheinen,
in Anbetracht der Aussicht einer in der Zukunft
eher kleineren Wachstumsrate der industrialisierten Staaten.
Die Stiftung "Zukunft 25" wird, auf der anderen Seite,
eine global agierende Vereinigung sein und
Anlagen in sich entwickelnde Schwellenländer
mit ihren inhärent höheren Wachstumsraten
steht nichts im Wege. Als eine offene Stiftung
könnte zudem ein gewisser
stetiger Fluss von Zustiftungen erwartet werden.
Jährliche Zustiftungen im Mittel von, sagen wir,
1% würden über einen Zeitraum von hundert Jahren
einen großen Unterschied machen!
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ANALYSE |
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Historisches Handlungsfenster. |
Wenn also das hier entwickelte Konzept in sich stimmig und
eine gute Sache ist, dann lässt sich die
Frage stellen: Warum gibt es die Stiftung "Zukunft 25",
oder eine ihr äquivalente Stiftung noch nicht?
Hierfür gibt es möglicherweise eine einfache
Erklärung: Es war bis anhin nicht möglich,
das historische Handlungsfenster hat
sich gerade erst geöffnet!
Große internationale Organisationen haben im Normalfall
Wahl- und Entscheidungsgremien, welche aus lokal gewählten
Delegierten zusammengesetzt sind. Versammlungen aller Mitglieder
verbieten sich von selbst, entweder schon wegen der schieren Anzahl
von Mitgliedern oder wegen der geographischen Distanzen und
den damit verbundenen Reisekosten. Erst mit dem Aufstieg
und der universellen Verbreitung des Internets
haben sich Möglichkeiten ergeben, die direkte
Einflussnahme der Mitglieder einer internationalen
Organisation technisch zu organisieren.
In diesem Sinne hat sich ein historisches Fenster
geöffnet: Uns wurde die Möglichkeit gegeben, hier und heute,
an der Gründung einer offenen und lebendigen
Stiftung mitzuwirken, einer Stiftung,
welche die Energien und den Einsatz seiner Stifter und
Wohltäter durch kontinuierliches Wachstum
bis weit in die Zukunft tragen wird.
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SOLIDARITÄT |
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Solidarität mit zukünftigen Generationen. |
Warum sollten wir aktiv werden, warum sollten wir einen Teil
unserer Energien und finanziellen Mittel aufwenden und
die Stiftung "Zukunft 25" gründen?
Bisher habe ich die enormen Resultate betont,
welche durch das langfristige Wachstum erreicht würden.
Es gibt jedoch noch einen
weiteren, sehr wichtigen Grund zu handeln:
Aus Solidarität mit den zukünftigen Generationen.
Durch das Zusammenlegen von Ressourcen können wir zusammen
mehr erreichen als allein. Durch den umsichtigen
Umgang mit den finanziellen Mitteln
übernehmen wir Verantwortung für unsere noch nicht
geborenen Nachkommen.
Viele gemeinnützige Organisationen und Stiftungen wurden
aus Solidarität mit der heutigen Generation und der
Umwelt gegründet: Wohltätige Einrichtungen,
Organisationen zum Schutz bedrohter Tierarten etc.
Zum Wohle zukünftiger Generationen liegen der
Stiftung "Zukunft 25" zwei Prinzipien zugrunde:
- die Mitwirkung aller Zustifter und
- die Strategie langfristigen Wachstums.
Diese beiden Merkmale
unterscheidet sie grundlegend von (möglicherweise
allen) anderen gemeinnützigen Organisationen
und Stiftungen. Sie sind nicht nur für das
Erreichen der langfristigen Ziele sinnvoll, sondern
auch für die nahe und mittlere Zukunft.
Um dieses zu erläutern verwende ich die
weiter oben
diskutierten Schätzwerte von
4.2% jährlichem realen Wachstum des
Stiftungsvermögens und von Aufwendungen von
2/3*3.6%=2.4% pro Jahr für Projekte.
In nicht einmal 25 Jahren würden dann die
kumulativen Ausgaben für Projekte den
gesamten Wert des anfänglichen Stiftungsvermögens
übertreffen. Nur 2.4% jährlich für
Projekte auszugeben mag auf den ersten Blick
reichlich wenig erscheinen, lohnt sich aber schon
nach 25 Jahren. Denn nach 25 Jahren wäre das
Stiftungsvermögen aufgrund der Wachstumsstrategie
im Mittel um 280% gewachsen!
Wir kommen nun zum wichtigsten Aspekt, dem Stiftungszweck.
Das grundlegende Anliegen der Stiftung Zukunft 25 wird es
sein,
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die Entfaltung und Entwicklung des Lebens und des
Menschen auf der Erde, den Planeten und im Universum zu fördern.
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Der Stiftungszweck ist damit auch in Einklang mit den
grundlegenden Eigenschaften von "Zukunft 25",
Wachstum und Entwicklung und universeller Offenheit.
Dieser Leitgedanke ist Ausdruck der grundlegenden Weltanschauung
von "Zukunft 25". Etwas konkreter ausformuliert bedeutet er,
dass die Stiftung Zukunft 25
|
die Erschaffung neuer Lebenräume unterstützen wird, für Flora
und Fauna auf der Erde und für den Menschen im Weltall.
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Wir wollen einige Beispiele geben:
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Um Teile der Natur dauerhaft vor menschlichen Aktivitäten zu bewahren,
und um neue ökologische Lebensräume zu schaffen,
wird man nicht darum herumkommen, größere Landstriche aufzukaufen und
unter Naturschutz zu stellen. Einer Organisation, welche nach langfristigen
Überlegungen handelt, stehen dabei neue Strategien offen,
wie die Errichtung von Naturreservaten für
zukünftige Generationen von Lebewesen. Dieses liesse sich durch
den Aufkauf von öden Ländereien erreichen, welche derzeit
für menschliche Aktivitäten uninteressant und damit billig sind.
Interessant sind für diesen Zweck Gegenden, die heutzutage
sehr trocken sind, welche jedoch nach Vorhersage der Klimatologen bei
einer globalen Erwärmung in der Zukunft mit substantiellem Niederschlag
rechnen können.
-
Die Besiedelung des Weltraums ist
eine der wichtigsten Entscheidungen, vor denen die Menschheit
in einigen Jahrhunderten stehen wird. Dabei ist es in
Anbetracht der Langsamkeit des technischen Fortschrittes
in der Raumfahrt nicht
unbedingt ein Nachteil, dass die Stiftung "Zukunft 25"
höchstwahrscheinlich erst nach einer langen Zeitspanne
über die dafür erforderlichen enormen Mittel verfügen wird.
Das Fernziel wird dabei sein, neue Lebensräume für uns Menschen
und für das Leben im Allgemeinen auf anderen Planeten zu schaffen.
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Eines der wichtigsten Probleme moderner Demokratien
ist ein Mangel an aktiven Partizipationsmöglichkeiten für den
normalen, interessierten Bürger. Wir müssen neue Wege des
demokratischen Zusammenlebens finden, so dass engagierte
Bürger direkt am politischen Entscheidungsprozess teilnehmen
können, ohne hierfür übergrosse persönliche und zeitliche Opfer
bringen zu müssen. Die Stiftung Zukunft 25 unterstützt daher
die Weiterentwicklung der demokratischen Organisation unserer
Gesellschaft und das Nachdenken über neue Gesellschaftsformen,
den Utopien.
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